Geld per Post verschicken: Wertbrief

Geld per Post mit Wertbrief verschickenGeld mit der Post sicher per Wertbrief versenden

Am 1. Juli 2014 hat die Deutsche Post den Wertbrief wieder neu eingeführt, der einige Jahre zuvor abgeschafft worden war. Damit lassen sich Wertsachen und auch Bargeld in einem versicherten Brief versenden. Dieses Angebot ist nicht nur für Privatpersonen interessant: Auch kleine Online-Warenversender profitieren enorm davon, denn für Sachwerte haftet die Post bis 500 Euro, für Bargeld im Wertbrief bis 100 Euro. Ansonsten ist der Transport von barem Geld in einem Brief gar nicht erlaubt, das verbieten nämlich die Beförderungsbedingungen bei der Deutschen Post.

Was ist der “WERT NATIONAL” beziehungsweise Wertbrief?

Der WERT NATIONAL ist ein Brief, mit dem risikolos und sicher Wertsachen bis 500 Euro oder Geldnoten bis 100 Euro versendet werden können. Der Absender erhält einen Einlieferungsbeleg und eine schriftliche Empfangsbestätigung, er kann die Sendung bis zum Empfänger online verfolgen. Die Post haftet im angegebenen Umfang für die mit dem WERT NATIONAL versendeten Sachen.

Wie funktioniert die Aufgabe des Wertbriefes?

Die Absender legen entweder Wertsachen bis 500 Euro oder Bargeld bis 100 Euro in den Brief ein, beides gleichzeitig geht nicht. Hierzu verwenden die Absender eine übliche Briefverpackung, die sie nicht frankieren und auch nicht kennzeichnen (“Vorsicht Wertsachen” oder dergleichen). Die Post vergibt eine Quittung für den WERT NATIONAL, die im Verlustfall vorzuweisen wäre und auf der Angaben zum Wert stehen. Für den Geldversand per Post können die Absender eine Kombination aus eigenhändiger Übergabe und Rückschein wählen. Anschließend ist es durch die auf der Quittung angegebene Sendungsnummer möglich, den Verlauf der Zustellung bis zum Empfänger zu verfolgen, der letztendlich den Empfang quittiert.

Wertbrief verloren? Versicherung und Haftung der Post

Für die entstehenden Gebühren haftet die Post für den angegebenen Wert, aber maximal für 100 Euro Bargeld oder 500 Euro Wertsachen. In dieser Größenordnung ist der WERT NATIONAL versichert. Bei einem Verlust erhält der Absender den angegebenen Betrag von der Post erstattet. Zu den Haftungsbedingungen der Post gehört auch, dass sie täglich maximal fünf Briefsendungen eines Absenders und eine Sendung an denselben Empfänger einliefert. Das setzt dem Einsatz des Wertbriefes durch Online-Händler gewisse Grenzen, die ihn dennoch gelegentlich nutzen dürften. Die Sendung muss zudem unauffällig erscheinen: Weder die Frankierung noch eine Kennzeichnung wie “Wertsachen” oder “Wertbrief” auf dem Umschlag darf auf den Inhalt verweisen. Wenn der WERT NATIONAL verloren gehen sollte, muss der Absender zunächst einen Nachforschungsauftrag bei der Post auslösen. Sollte dieser erfolglos bleiben, erfolgt die Erstattung des enthaltenen Wertes durch die Post.

Laufzeit, Dauer und Zustellbedingungen des Wertbriefes

Die Zustellung der Geldscheine bzw. der Wertgegenstände erfolgt wie bei jedem Brief nach der internen Laufzeitvorgabe der Post E+1 – der Brief soll einen Tag nach seiner Einlieferung beim Empfänger ankommen. Eine Laufzeitgarantie gibt es allerdings nicht. Auch kann diese Laufzeit nur eingehalten werden, wenn der Postbote den Empfänger daheim antrifft, der schließlich quittieren muss. Sollte dieser benachrichtigt werden und den Brief in der Filiale abholen, verlängert sich die Laufzeit. Die Aufbewahrungszeit in der Filiale beträgt maximal sieben Werktage. Auch ein Empfangsbevollmächtigter kann den WERT NATIONAL entgegennehmen.

Wertbrief verfolgen: Sendungsverfolgung beim WERT NATIONAL

Auf dem Einlieferungsbeleg steht die Sendungsnummer, die hier eingegeben werden kann. Zusätzlich gehört dort das Versanddatum hinein. Außerdem hat die Post eine Servicenummer eingerichtet:

Tel 0228-4333113 von Montag bis Freitag 08.00 – 18.00 h (nicht an bundeseinheitlichen Feiertagen)

Wertbrief Kosten, Gebühren, Preise

Die Kosten belaufen sich auf zusätzliche 3,95 Euro zum üblichen Porto. Dieses hängt wiederum von der Größe und dem Gewicht des Wertbriefes ab. Gewählt werden können alle Standardformate der Post. Wenn der Absender die Kombination “Eigenhändig/Rückschein” wählt, kommen die entsprechenden Kosten für ein Einschreiben mit Rückschein hinzu.

Die genauen Kosten entsprechend der Größe und des Gewichts erfahren die Absender in der Filiale, denn selbst dürfen sie den Brief nicht frankieren.

Wertsachen ins Ausland verschicken per Post Wertbrief: WERT INTERNATIONAL

Der WERT NATIONAL gilt nur für das Inland. Wer ins Ausland einen Wertbrief verschicken möchte, wählt dazu das Produkt WERT INTERNATIONAL, das für mehr als 50 Länder der Welt (z.B. Ungarn, Frankreich, Australien, China, Serbien, Bosnien, Polen, Kuba, Russland, USA, Thailand und viele mehr) zur Verfügung steht. Dieser Wertbrief wird ebenso aufgegeben und verfolgt wie der WERT NATIONAL, allerdings unterscheiden sich die Preisstrukturen. Zunächst einmal bietet die Post für den WERT INTERNATIONAL auch die Valoren-Klasse I bis 5.000 Euro Wert an (siehe weiter unten). Dementsprechend muss der Preis anders kalkuliert werden. Nachnahme ist nur für bestimmte Länder möglich.

Bargeld kann mit dem Wertbrief international nicht verschickt werden.

Wertbrief International Kosten, Gebühren, Preise

  • Basisporto je nach Briefgröße und -gewicht sowie Empfängerland
  • Standardaufschlag von 2,15 Euro
  • Zusatzaufschlag von 2,00 Euro pro 100 Euro Warenwert

Der Wertbrief historisch

Es gibt den Wertbrief schon lange, international gebräuchlich sind zwei Klassen: die sogenannte Valoren-Klasse I bis 5.000 Euro und die Valoren-Klasse II bis 500 Euro. Der WERT NATIONAL der Deutschen Post betrifft nur die Valoren-Klasse II. Wertbriefe dieser Art gab es schon seit dem 18. Jahrhundert. Sie waren oder wurden notwendig, denn das Versenden von Geld war spätestens seit dem 19. Jahrhundert in den meisten Ländern dem Postzwang unterworfen. Bankenübliche Überweisungen wie heute gab es schließlich noch nicht. Schließlich führte die Post Versicherungen für Wertbriefe ein. Bis zum Jahr 2010 hatte die Post in der Valoren-Klasse I sogar einen Wert von 25.000 Euro zugelassen, allerdings nur in bestimmte Länder. Der Brief wurde versiegelt und gekennzeichnet. Diesen Modus hob die Deutsche Post ab Juli 2010 aus, änderte die Valoren-Klasse I auf maximal 5.000 Euro und untersagte bis 2014 sogar den Bargeldversand. Schließlich führte sie auf die vorn beschriebene Weise am 01.07.2014 den Wertbrief wieder ein.

Geld verschicken mit DHL

Die Wertbriefe (Wert National und Wert International) sind Dienste der Deutschen Post und nicht von DHL. Mit DHL kann man aber auch inländisches und ausländisches Papiergeld und Münzgeld per Paket (auch per Express Versand mit DHL Express) verschicken.

Geld per Post im Briefumschlag schicken

Wenn Geld in einem normalen Brief mit der Post versendet wird, so ist der Inhalt nicht versichert, falls er verloren geht. Dies stellt also ein Risiko dar und ist nicht zu empfehlen.

Alternative

Mit dem Service von Transferwise kann man schneller, sicher und seriös online Geld ins Ausland senden.


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